Alt-Vinnhorst 4, 30419 Hannover

Bestattungsarten im Überblick

Ist ein geliebter Mensch von uns gegangen, gibt es für die Angehörigen einiges zu organisieren. Wichtige Dokumente müssen zusammengesucht werden, die Verwandten und Bekannten informiert werden, die Erbschaft verwaltet werden und die Beerdigung und die Trauerfeier will ausgerichtet werden. Hat der Verstorbene zu Lebzeiten keinen letzten Willen verfasst, obliegt die Wahl der Bestattungsart bei den Hinterbliebenen. Doch das ist gar nicht so einfach.

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In Deutschland herrschen strenge Gesetze, wie die Beisetzung eines verstorbenen Menschens zu verlaufen hat. Dennoch haben Sie bei der Wahl der Bestattung mehrere Möglichkeiten. Wir bei Dralle Bestattungen beraten Sie gern dazu, welche Beerdigungsform für Sie oder Ihre Angehörigen die Beste ist.

DIE WAHL DER BESTATTUNGSART

Wer entscheidet über Bestattungsort und Bestattungsform?

Für die Wahl von Bestattungsformen und Bestattungsort  ist in erster Linie der Wille der verstorbenen Person ausschlaggebend. Je nach Bundesland gelten für dieses Thema individuelle Gesetze. Eine Einäscherung sollte entweder vom Verstorbenen oder durch berechtigte Verwandte ausdrücklich und schriftlich angeordnet werden. Ebenso verhält es sich mit der Urnenbeisetzung auf See. Erdbestattungen, also die Beisetzung eines Sarges oder einer Urne, dürfen nur auf Friedhöfen vorgenommen werden.

Die Erdbestattung ist die konventionelle Bestattungsform. Sie betrifft mehr als die Hälfte aller Bundesbürger. Die verstorbene Person wird in einem Sarg auf einer Wahl- oder Reihengrabstelle der Erde übergeben. Alternativ ist eine Feuerbestattung möglich. Hier wird der Körper eingeäschert und in der Regel in einer Urne auf einer Urnengrabstelle beigesetzt. Eine Variante der Feuerbestattung ist die Seebestattung, bei der die Urne der See übergeben wird.

Bestattungsarten

Dem Wunsch des Verstorbenen entsprechend, können Sie eine Erdbestattung, eine Feuerbestattung oder eine Seebestattung wählen. Die traditionelle Form der Bestattung ist die Erdbestattung, die im Bundesdurchschnitt bei 60% liegt.

Der Verstorbene wird in einem Sarg auf einer Wahl- oder Reihengrabstelle der Erde übergeben.
Bei der Feuerbestattung wird der Verstorbene eingeäschert und in einer Urne in einer Urnengrabstelle beigesetzt oder auf See bestattet. Für die Beisetzung eines Sarges oder einer Urne besteht in Deutschland grundsätzlich Friedhofszwang.

Die Seebestattung ist eine Form der Feuerbestattung. Der Leichnam des Verstorbenen wird eingeäschert und die Asche wird in einer Urne auf See bestattet. In der Regel findet die Seebestattung in der Nord- oder Ostsee statt.

Auf den Friedhöfen unterscheidet man Wahl- und Reihengrabstellen. Art und Ort der Bestattung sollten sich nach dem Willen des Verstorbenen richten.

DIE GÄNGIGSTEN BESTATTUNGSFORMEN IN DEUTSCHLAND

Die meisten Verstorbenen in Deutschland finden auf dem Friedhof ihre letzte Ruhe. Wenn Sie sich hingegen für eine Feuerbestattung entscheiden, stehen Ihnen vielfältige Möglichkeiten für die Bestattung offen.

Erdbestattung

Wünschen Sie sich eine Beerdigung mit Tradition und eine würdevolle Beisetzung im Sarg auf dem Friedhof, Trauerfeier in der Kirche und einem individuellen Grabstein ? Dann wählen Sie die Bestattung in der Erde. Diese kann im Rahmen einer Trauerfeier oder unbegleitet stattfinden. Nach der Abschiedsnahme durch die Hinterbliebenen erfolgt die Grablegung. Anschließend wird der Grabstein aufgestellt und das Grab kann mit Blumen und Deko-Ornamenten gestaltet werden. Sie können zwischen verschiedenen Grabarten wählen. 

Die folgende Liste gibt einen Überblick über die Grabarten.

  • Wahlgrab (Erd,-Feuerbestattung)

Schon zu Lebzeiten den Friedhof und den Platz des Grabes auswählen – das ist möglich, wenn man sich für ein Wahlgrab entscheidet. Das Nutzungsrecht an diesem Grab kann immer wieder verlängert werden, beispielsweise im Zuge einer weiteren Beisetzung.

 

  • Reihengrab (Erd,-Feuerbestattung)

In Reihen platzierte Gräber werden in chronologischer Folge belegt: Die Reihe wird mit jedem verstorbenen Individuum fortgeführt. Die Grabstellen sind also für nur eine Bestattung ausgelegt. Familienangehörige müssen später an einem separaten Platz bestattet werden.

 

  • Rasengrab (Erd,-Feuerbestattung)

Auf einem Rasengrab ist in der Regel ein Grabstein platziert, vorgeschrieben ist das jedoch nicht. Für Pflege des Rasens ist der Träger der Grabstelle verantwortlich.

 

  • Urnenwände (Feuerbestattung)

Als Kolumbarium wird eine Urnenwand bezeichnet. Jede der Kammern in dieser Wand kann eine oder mehrere Urne aufnehmen. Eine Gravur, meist in eine Mamorplatte gemeißelt, erinnert an die Verstorbenen.

Feuerbestattung

Etwa 60 % der Bestattungen in Deutschland sind eine Feuerbestattung oder Urnenbestattung. Nach dem Tod wird der Leichnam im Sarg verbrannt und die Asche anschließend in einem Urnengrab beigesetzt. Neben der klassischen Urnenbeisetzung auf dem Friedhof haben Sie verschiedene Möglichkeiten, was mit der Bestattungsurne geschehen soll.

Für eine Feuerbestattung müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: Eine entsprechende Verfügung des Verstorbenen ist ebenso notwendig wie eine zweite Leichenschau vor der Verbrennung des Sarges im Krematorium. Vergleichbar mit der Dekomposition des Körpers bei einer Erdbestattung, kommt es bei der Verbrennung durch auf 800 Grad erhitzte Luft zu einer Dehydrierung. Der Vorgang ist jedoch viel schneller abgeschlossen: Er dauert nur ca. 90 Minuten. Nach der Verbrennung nimmt eine Aschekapsel die Asche des Verstorbenen auf. Sie trägt den Namen, das Geburts- und Todesdatum sowie das Datum der Einäscherung. Bestattet wird die Kapsel in einer weiteren Urne.

Seebestattung

Bis zu 10 % der Deutschen möchte gern die Asche in der Nord- oder Ostsee verstreuen lassen. In einigen Fällen ist diese Beerdigungsform auch in den Niederlanden und im Mittelmeerraum möglich. Dabei wird nach der Einäscherung eine Wasserlösliche Urne dem Meer übergeben. Die Seebestattung ist nur in ausgewiesenen Gebieten erlaubt, in denen kein Fischfang stattfindet. Die Angehörigen halten die Trauerfeier dabei auf dem Schiff ab. Unabhängig von der Kirche kann die Trauerfeier individuell gestaltet werden. Die Angehörigen erhalten im Anschluss von der Reederei eine Seegrabmappe. Dort sind die genauen Daten, Koordinaten und das Schiffstagebuch aufgeführt. Als Voraussetzung für die Seebestattung wird eine entsprechende Bestattungsverfügung benötigt. Wenn Sie auf der See beigesetzt werden möchten, sollte dies notariell festgehalten werden. Wir beraten Sie gerne.

Auch im Falle einer Seebestattung wird die Asche des Verstorbenen zunächst in eine Urne gefüllt.

WEITERE BESTATTUNGSARTEN UND DEREN VORAUSSETZUNGEN

Neben den drei bekanntesten Bestattungsformen, gibt es noch weitere Möglichkeiten, den Körper nach dem Tode beizusetzen. Nicht alle davon sind in Deutschland grundsätzlich erlaubt. Jedoch ist in einigen Fällen die Überführung des Leichnams ins Ausland möglich, sodass der Verstorbene dort seine Wunschbestattung erhalten kann.

Naturbestattung: Die letzte Ruhe im Wald finden

Bei einer Wald- oder Baumbestattung ruht die Urne mit der Asche des Verstorbenen zwischen den Wurzeln eines Baumes. Diese Beerdigungsform ist mittlerweile auch in Deutschland möglich. Die Grabstätte befindet sich dann in einem besonderen Bestattungswald. Die Beerdigung im Wald bietet einige Vorteile: Sie ist von wenigen Traditionen behaftet und lässt somit viel Spielraum für eine individuelle Trauerfeier ganz nach Ihren Wünschen. Zudem übernimmt die Natur die Grabpflege, dadurch entfällt dieser Aufwand für die Angehörigen. Da die Beisetzungsgebühren geringer sind, auf einen Grabstein verzichtet wird und die Kosten für die Grabpflege entfallen, ist die Baumbestattung auch finanziell attraktiv.

Ascheverstreuung und Luftbestattung

In Deutschland leider nicht erlaubt, in unseren Nachbarländern hingegen vielfach praktiziert ist das Verstreuen der Asche per Flugzeug oder Heißluftballon. Auf einer Fahrt mit dem Heißluftballon in Tschechien, der Schweiz oder Frankreich können die Hinterbliebenen gemeinsam Abschied nehmen und die Totenasche über bestimmten Wiesen und Wäldern verstreuen. Zwischen drei und fünf Angehörige dürfen auf der Fahrt anwesend sein, anschließend wird eine Urkunde mit den genauen Koordinaten der Ascheverstreuung ausgestellt.

Weltraumbestattung oder Diamantbestattung - die extravaganten Bestattungsformen

Bei der Diamantbestattung wird nach der Kremation ein Teil der Asche zu einem Diamanten gepresst, den die Hinterbliebenen als Schmuckstück in einem Ring tragen können. Der größte Teil der Asche wird anschließend in einer anderen Beerdigungsart beigesetzt. In den Vereinigten Staaten ist auch eine Weltraumbestattung möglich. Ein Teil der Asche wird per Rakete in den Weltraum transportiert und verbleibt in der Erdumlaufbahn.

Anonyme Bestattung

Wer die Entscheidung trifft, namenlos und ohne Trauerfeier beerdigt zu werden, der kann eine anonyme Beerdigungsart wählen. Mit Ausnahme des Bestatters, ist bei der stillen Beisetzung niemand anwesend. Diese Beerdigung erfolgt in der Regel als Feuerbestattung ohne Grabstein. Die anonyme Bestattung ist zumeist auch die kostengünstigste Beerdigungsform

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Welche Beerdigungsart Sie auch wählen, in Hannover sorgen wir von Dralle Bestattungen dafür, dass die Beisetzung würdevoll und nach Ihren Vorstellungen abläuft. Ob zur eigenen Vorsorge oder als Hinterbliebener - wir begleiten Sie einfühlsam und persönlich.